Familiendrama in Bruchsal-Helmsheim: Tatmotiv nach wie vor unklar (Artikel vom 13. Oktober 2009)
Bruchsal. Motiv und Hintergründe des in der Nacht zum vergangenen Samstag verübten Tötungsdeliktes an einer dreifachen Mutter aus Bruchsal-Helmsheim liegen nach wie vor im Dunkeln.
Weder die eingehende Vernehmung des dringend tatverdächtigen 29-jährigen Ehemannes noch die weiterhin mit größter Intensität geführten Ermittlungen der Kriminalpolizei haben hierzu bislang Aufschluss gebracht.
Im Blick auf derzeit nicht auszuschließende psychische Hintergründe wird der Mann, gegen den am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Haftbefehl ergangen ist, durch einen hinzugezogenen Sachverständigen untersucht werden.
Klarheit über die genaue Todesursache soll eine beim Institut für Rechtsmedizin an der Universität Heidelberg durchgeführte Obduktion der Getöteten bringen.
Wie berichtet, war der 29-Jährige in der Nacht zum Samstag auf der Wache des Polizeireviers Bruchsal erschienen und hatte angegeben, seine schlafende, um ein Jahr ältere Ehefrau gewürgt und anschließend mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Das offenbar zur Tat benutzte Messer händigte der Mann den Beamten dabei aus. Bei der sofortigen Überprüfung wurde die Frau dann in der Wohnung entdeckt; für sie kam jede Hilfe zu spät. Die schlafend angetroffenen Kinder, zwei Jungen im Alter von einem und acht Jahren sowie ein sechs Wochen altes Mädchen, waren noch in der Nacht in die Obhut von Verwandten gegeben worden. (pol)
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